Architekt DI Rüdiger Köhler

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Professor an der Camillo-Sitte-Lehranstalt - HTL Bautechnik Wien

ARCHITEKTURBÜRO KÖHLER

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Öffentliche Bauten

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Gutachtenverfahren Bundesgebäude Neunkirchen Finanzamt und Bezirksgericht

Das Bundesamtsgebäude Neunkirchen (Bezirksgericht und Finanzamt) stellt ein für die Zwischenkriegszeit charakteristisches und denkmalgeschütztes Ensemble dar. Der erforderliche Flächenbedarf und funktionelle Ablauf mit Anforderungen an einen modernen Gerichts- und Bürobetrieb konnte jedoch nicht mehr gedeckt werden.

Beim gegenständlichen Gutachterverfahren waren daher sämtliche Flächen neu zu organisieren und für die zusätzlich erforderlichen Räumlichkeiten Neubauteile vorzusehen.
Die Anbindung an die unterschiedlichen Niveaus des Bestandes, der für die Bauaufgabe sehr knappe Grundstückszuschnitt und die Berücksichtigung des unter Denkmalschutz stehenden Altbestandes stellte die wesentlichen Kriterien dar.

Die Verwendbarkeit des Altbestandes für zeitadäquate Nutzung und deren Benutzbarkeit auch durch Behinderte bei gleichzeitiger Respektierung und Bewahrung der historischen Substanz bildet das zentrale Motiv des vorliegenden Entwurfes.

Die durchlässige Erdgeschoßzone beim Zubau und die transparenten Verbindungsbauteile sichern die Loslösung der neuen von den historischen Bauteilen.

Der für die Erbauungszeit charakteristischen Schwere des bestehenden Baukörpers werden leichte Baukörper gegenübergestellt. Diese dienen der räumlichen Erweiterung und der Verbindung der einzelnen Bauteile ebenso wie der Schaffung der erforderlichen Fluchtwege im Altbau.
Die kontrastierende Gestaltung sichert die Ablesbarkeit der einzelnen Bauphasen, ohne dass die Bauteile in direkte Konkurrenz - insbesondere des historischen Bestandes - treten.

Der Altbau an der Straßenfront sowie der nördliche Seitentrakt als charakteristische Bauwerke der Zwischenkriegszeit bleiben äußerlich unverändert bestehen. Die Struktur der Räumlichkeiten wurde im Wesentlichen belassen und unter Ausnutzung des Bestandes den neuen Raumerfordernissen angepasst. Im Seitentrakt wird die kleinräumige Struktur entsprechend den Erfordernissen adaptiert. Diese von der Straße einsichtigen Bauteile bleiben in ihrer gestalterischen Einheit weiterhin bestehen.
Lediglich die Vorplatzgestaltung deutet durch die Schaffung eines transparent überdeckten Bereiches beim Eingang dezent die neuen Entwicklungen im Hofbereich an.

Grundsätzliche Entflechtung der den einzelnen Ämtern und Dienststellen zugeteilten Flächen und möglichste Konzentration auf zusammenhängende Flächen hat bezüglich künftiger Nutzung höchste Priorität. Ebenso kurze Wegeführung zwischen zusammenarbeitenden Abteilungen und Versorgung mit optimaler Infrastruktur.

Alle Räume des Bezirksgerichtes sind so angeordnet, dass ein ausschließlicher Zugang über den Haupteingang und die entsprechende Überwachung problemlos möglich ist.

Alle kundenorientierten Räume aller Dienststellen sind mit kurzen und leicht kontrollierbaren Wegen erschlossen.

Die großen Abteilungen des Finanzamtes werden im Neubau untergebracht. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Finanzkassa werden in ihrem historischen Ambiente bewahrt und durch Anordnung der Einlaufstellen dem Publikum weiterhin zugänglich gemacht.

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