Architekt DI Rüdiger Köhler

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Professor an der Camillo-Sitte-Lehranstalt - HTL Bautechnik Wien

ARCHITEKTURBÜRO KÖHLER

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Öffentliche Bauten

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Wettbewerb Neubau Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung Wien

Das zur Verfügung stehende Grundstück auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofes ist gekennzeichnet durch eine geschlossene Bebauungskante entlang der Viehmarktgasse und der anschließenden, offenen und großflächigen Industriebebauung St. Marx, die durch die Stadtautobahn zerschnitten und weiter direkt in die Simmeringer Betriebsbaugebiete mit den großen Versorgungsunternehmungen übergeht.

Die Sichtbarmachung dieses urbanen Wechsels ist ebenfalls ein zentrale Entwurfsgedanke. Als absolut letzter Ausläufer der dicht bebauten Stadt, des inneren Ringes der Bezirke bzw. ehemaligen Vorstädte um die City, soll das Gebäude nochmals - nicht zuletzt in Anbetracht seiner überörtlich wichtigen Funktion - ein deutliches Zeichen eben jener urbanen Struktur darstellen.

Der in die Grundstückstiefe weisende Hauptbaukörper übernimmt in seiner dynamisierenden Form die Kanten des ehemaligen Linienwalls und stellt ein deutliches Abschlusszeichen der städtischen Bebauung zu der anschließenden, offen bebauten Industriezone dar, die jenseits der Geländekante deutlich tiefer liegt. So wird das Gebäude der Untersuchungsanstalt BALUF auch von eben diesem Gewerbegebiet ebenso wie von der in Hochlage geführten Stadtautobahn deutlich als städtische Baukante wahrgenommen. Der Umstand, dass im benachbarten Bereich überwiegend Betriebe der Lebensmittelindustrie und -verarbeitung angesiedelt sind, gibt dem Gebäude gerade an diesem Punkt besondere Bedeutung.

Die wesentliche Gliederung des Objektes beruht auf einer im Laborbau bewährten dreihüftigen Erschließung mit zwei parallelen Gängen entlang der beiden Außenzonen und einer voll aufgeschlossenen Innenzone. Die Innenräume dienen als allgemeine Räume (Sanitärgruppen, Garderoben, Teeküchen) etc., sowie als Lagerräume und vereinzelt auch der Nutzung als dunkle Labors. Die Außenzonen dienen als Laborzonen bzw. als gemischte Labor-/Bürozonen entsprechend dem funktionalen Konzept der einzelnen Abteilungen. Durch die Wahl eines durchgängigen Achsrasters und die vorgeschlagene Art der gebäudetechnischen Aufschließung ist ein hohes Maß an Nutzungsvariabilität und Flexibilität in der Aufteilung gewährleistet.

Aufgrund der Konstruktion und der nach gleichartigen Achsen aufgebauten Strukturierung ist die Anlage frei nutzbar und steht Anpassungen infolge unterschiedlichen Bedarfs und künftigen Änderungen der einzelnen Abteilungen offen.

Lobende Erwähnung seitens Nutzer aufgrund des funktionalen Konzepts.

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